JAN KOEMMET
Grenzgänger zwischen Musik, Design und Kunst.
Jan Koemmet wurde in Solingen geboren. Früh entdeckte er seine Leidenschaft für die Gitarre. Der musikalische Durchbruch erfolgte 1982 als Gitarrist bei der Heavy-Metal-Band Accept (Album: Restless And Wild). Diese erste Berührung mit dem rauen Klang des Metal prägte seinen späteren Werdegang nachhaltig: Aus der Zusammenarbeit mit Frank Friedrich und Dieter Rubach erwuchs wenig später die Formation Bad Steve, mit der Koemmet 1985 das Album „Killing the Night“ veröffentlichte. Bald öffnete sich Koemmet neuen künstlerischen Wegen: Von 1989 bis 1993 spielte er im Orchester des Musicals Starlight Express und studierte parallel Design, Kunstgeschichte und Medientheorie. Diese Verbindung von Musik, Ästhetik und Theorie bildet das Fundament seiner vielseitigen Karriere.
Fast 20 Jahre leitete Koemmet eine eigene, mehrfach ausgezeichnete Designagentur. Als Dozent und Gastredner lehrte er an Universitäten in Düsseldorf, Kassel und Wuppertal sowie an der Popakademie Baden-Württemberg. Die Bühne blieb jedoch ein zentrales Element seines Schaffens: 2011 gründete er die Band Lion Twin. Das Debütalbum „Nashville“ führte ihn auf mehrere Tourneen durch Europa. Danach widmete er sich vermehrt eigenen Projekten, darunter sein Popalbum „Loewenstern“ (2019), das er komplett selbst komponierte, textete, einspielte und produzierte.
Von 2017 bis 2022 war Koemmet als Tenor Teil des Extrachores der Oper Wuppertal, wo er bei Richard-Wagner-Aufführungen ebenso zu erleben war wie bei modernen Inszenierungen – eine Brücke zwischen Populär- und Hochkultur, die sein Schaffen durchzieht. Ein weiteres Beispiel für seine künstlerische Spannbreite.
Während der Pandemie entwickelte Jan das politische Klima-Musical Hitzefrei, das Themen wie Klimakrise und Rassismus in literarischer Form behandelt. Gefördert durch das Kulturministerium NRW und weitere Institutionen, verfolgt er die Vision einer Uraufführung an einem großen Haus oder einer Schultournee.
Neben seiner künstlerischen Arbeit engagiert sich Koemmet seit 2019 bei Extinction Rebellion und setzt sich als Aktivist für Klimagerechtigkeit ein – in Vorträgen, Aktionen und durch persönliche Initiativen. In Wuppertal leitet er klimafreundliche Kochkurse, in denen er zeigt, wie mit saisonalen und regionalen Zutaten nährstoffreiche, CO₂-arme Gerichte gelingen. So verbindet Koemmet Theorie und Praxis.
Sein Weg – vom Metal-Gitarristen über den Opernsänger bis zum Umweltaktivisten – zeigt, wie künstlerische Kreativität und ökologisches Engagement Hand in Hand gehen können. Er steht für eine neue, sozial-ökologische Kultur des Bewusstseins. Jan Koemmet vereint in sich das chamäleonhafte eines Grenzgängers zwischen den Genres, den neugierigen Akademiker und den engagierten Aktivisten. Ein Künstler, der uns heute daran erinnert, dass Kreativität und gesellschaftliches Bewusstsein untrennbar verbunden sind.
(Text: Felix Roxehn)
JAN KOEMMET
Grenzgänger zwischen Musik, Design und Kunst.
Jan Koemmet wurde in Solingen geboren. Früh entdeckte er seine Leidenschaft für die Gitarre. Der musikalische Durchbruch erfolgte 1982 als Gitarrist bei der Heavy-Metal-Band Accept (Album: Restless And Wild). Diese erste Berührung mit dem rauen Klang des Metal prägte seinen späteren Werdegang nachhaltig: Aus der Zusammenarbeit mit Frank Friedrich und Dieter Rubach erwuchs wenig später die Formation Bad Steve, mit der Koemmet 1985 das Album „Killing the Night“ veröffentlichte. Bald öffnete sich Koemmet neuen künstlerischen Wegen: Von 1989 bis 1993 spielte er im Orchester des Musicals Starlight Express und studierte parallel Design, Kunstgeschichte und Medientheorie. Diese Verbindung von Musik, Ästhetik und Theorie bildet das Fundament seiner vielseitigen Karriere.
Fast 20 Jahre leitete Koemmet eine eigene, mehrfach ausgezeichnete Designagentur. Als Dozent und Gastredner lehrte er an Universitäten in Düsseldorf, Kassel und Wuppertal sowie an der Popakademie Baden-Württemberg. Die Bühne blieb jedoch ein zentrales Element seines Schaffens: 2011 gründete er die Band Lion Twin. Das Debütalbum „Nashville“ führte ihn auf mehrere Tourneen durch Europa. Danach widmete er sich vermehrt eigenen Projekten, darunter sein Popalbum „Loewenstern“ (2019), das er komplett selbst komponierte, textete, einspielte und produzierte.
Von 2017 bis 2022 war Koemmet als Tenor Teil des Extrachores der Oper Wuppertal, wo er bei Richard-Wagner-Aufführungen ebenso zu erleben war wie bei modernen Inszenierungen – eine Brücke zwischen Populär- und Hochkultur, die sein Schaffen durchzieht. Ein weiteres Beispiel für seine künstlerische Spannbreite.
Während der Pandemie entwickelte Jan das politische Klima-Musical Hitzefrei, das Themen wie Klimakrise und Rassismus in literarischer Form behandelt. Gefördert durch das Kulturministerium NRW und weitere Institutionen, verfolgt er die Vision einer Uraufführung an einem großen Haus oder einer Schultournee.
Neben seiner künstlerischen Arbeit engagiert sich Koemmet seit 2019 bei Extinction Rebellion und setzt sich als Aktivist für Klimagerechtigkeit ein – in Vorträgen, Aktionen und durch persönliche Initiativen. In Wuppertal leitet er klimafreundliche Kochkurse, in denen er zeigt, wie mit saisonalen und regionalen Zutaten nährstoffreiche, CO₂-arme Gerichte gelingen. So verbindet Koemmet Theorie und Praxis.
Sein Weg – vom Metal-Gitarristen über den Opernsänger bis zum Umweltaktivisten – zeigt, wie künstlerische Kreativität und ökologisches Engagement Hand in Hand gehen können. Er steht für eine neue, sozial-ökologische Kultur des Bewusstseins. Jan Koemmet vereint in sich das chamäleonhafte eines Grenzgängers zwischen den Genres, den neugierigen Akademiker und den engagierten Aktivisten. Ein Künstler, der uns heute daran erinnert, dass Kreativität und gesellschaftliches Bewusstsein untrennbar verbunden sind.
(Text: Felix Roxehn)
